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Einzelunternehmen Vorteile

    Einzelunternehmen Vorteile

    Du stehst am Anfang deiner Gründung und fragst dich was ein Einzelunternehmen für Vorteile hat? Nachdem ich bereits 2021 Erfahrungen mit der Gründung (und Schließung) einer Kapitalgesellschaft gemacht habe, ist der Start von deinem eigenen ortsunabhängigen Unternehmen mit einem Einzelunternehmen defintiv leichter! Seit Ende 2021 habe ich selbst 2 Einzelunternehmen und möchte daher meine Erfahrungen mit dir teilen. Hier findest du Tipps für deine eigenen (ersten) Schritte als Unternehmer:In.

    Disclaimer Beratung

    5 Einzelunternehmen Vorteile

    Nach meiner eigenen Erfahrung liste ich dir hier die größten Vorteile vom eigenen Einzelunternehmen auf. Schreibe mir gerne in den Kommentaren, ob du weitere Ideen hast!

    Schnelle Abwicklung

    Du hast bereits eine Geschäftsidee und möchtest endlich damit in die Umsetzung gehen? Gerade in Deutschland macht dir die Bürokratie oft einen Strich durch die Rechnung, wenn du „mal eben“ dein eigenes Unternehmen starten möchtest. Daher ist das Einzelunternehmen besonders sinnvoll, wenn du wirklich schnell in’s Handeln kommen möchtest. Einer der Einzelunternehmen Vorteile ist nämlich, dass du keinen Termin beim Notar brauchst. Somit reicht die Gewerbeanmeldung aus, die je nach deinem Wohnort sogar online (!) möglich ist. Den Prozess erkläre ich dir weiter unten.

    Geringe Startkosten

    Gerade am Anfang ist das Kapital für den Start von deinem Einzelunternehmen wichtig. Beim Einzelunternehmen zahlst du zu Beginn ausschließlich die Gewerbeanmeldung. Danach kommt es natürlich auf dein Geschäftsmodell an, ob du zum Beispiel zuerst in den Kauf von Produktinventar investieren musst. Im Beitrag 8 Online Business Ideen für Ortsunabhängigkeit findest du Inspiration für Geschäftsmodelle, die geringes Startkapital brauchen. Ich habe diese Webseite neben meinem Angestellten-Job mit dem Website Business Bootcamp* von Florian Wagner gestartet.

    Einzelunternehmen Vorteile Geldschnurrbart

    Falls du alternativ als Freelancer Dienstleistungen anbieten möchtest, kannst du auch nach Remote Job Plattformen schauen. Sobald du eigene Einnahmen erzielst, brauchst du auf jeden Fall eine eigene Geschäftsform.

    Auswahl bei der Besteuerung

    Zu dem Einzelunternehmen Vorteile zählt auch die Auswahlmöglichkeit bei den Steuern. Du kannst selbst beim Finanzamt angeben, ob du die sog. „Kleinunternehmerregelung“ in Anspruch nehmen möchtest oder nicht. Vorteil dieser Regelung ist, dass du damit keine Umsatzsteuer abführen brauchst. Es entfällt also bürokratischer Aufwand, da du sonst zur Umsatzsteuer-Voranmeldung verpflichtet bist.

    Beachte, dass es bei dieser Regelungen Grenzen bei deinen Gesamtumsätzen gibt:

    • letztes Kalenderjahr: nicht mehr als 22.000 Euro
    • aktuelles Kalenderjahr: nicht mehr als 50.000 Euro

    Übersichtlicher Unternehmer-Einstieg

    Sobald du dich mit dem Thema vom eigenen Unternehmen befasst, kannst du schnell überfordert sein. Das kenne ich nur zu gut – ich habe vor meinen ersten Schritten X Stunden recherchiert, welcher Weg denn jetzt „der Richtige“ ist. Bloß keine Fehler machen ist gerade in Deutschland tief verankert oder? Gerade für deine ersten Erfahrungen ist ein Einzelunternehmen daher wirklich super, weil du dich damit (langsam) an deine neue Rolle herantasten kannst.

    Die Anmeldung vom Gewerbe ist zum Beispiel auch im „Nebenerweb“ möglich. Also wenn du aktuell angestellt bist und in deiner freien Zeit ein eigenes Projekt starten möchtest, ist das – nach Absprache mit deinem Vorgesetzen – möglich. So kannst du dich an die neuen Aufgaben herantasten und musst dich nicht direkt mit Bilanzierungen und komplizierten Steuer-Themen herumschlagen, die bei der Gründung einer Kapitalgesellschaft notwendig sind.

    Ortsunabhängige Abwicklung

    Dieser Vorteil hängt von deinem Wohnsitz ab. Da ich in Köln gemeldet bin, konnte ich das Gewerbe digital anmelden. Dadurch war es nicht nötig, dass ich die ganze Zeit vor Ort in Köln war und ich konnte meinem Lebensmodell vom ortsunabhängigen Arbeiten und Leben nachgehen.

    8 Schritte zur Gründung

    Gerade zu Beginn ist es schnell möglich, den Überblick zur Gründung zu verlieren. Ich habe dabei echt viel Zeit verloren, weil ich super viel im Vorfeld recherchiert und telefoniert habe. Am Ende war die Erfahrung nach mittlerweile 3 Gründungen für mich am Wichtigsten. Also auch hier zählt: MACHEN. Diese Schritte sind nach meinen Wissen auf jeden Fall am Wichtigsten für deinen Start als Einzelunternehmer:In.

    Gewerbeanmeldung

    Sobald du mit deinem Einzelunternehmen Gewinne erzielen möchtest, ist die Gewerbeanmeldung Pflicht. Die Anmeldung ist direkt beim Gewerbeamt möglich. Schaue dafür am Besten online im Ort von deinem Wohnsitz. Auf der jeweiligen Seite deines Gewerbeamtes stehen dann auch die notwendigen Unterlagen zur Verfügung. Die Kosten können dabei zwischen 10 bis 60 € betragen. In Köln habe ich zuletzt zum Beispiel 26 € (März 2022) gezahlt.

    Hinweis: Prüfe vor der Anmeldung auf jeden Fall, ob du für deinen Bereich bestimmte Nachweise brauchst. Das kann vor allem bei Handwerksberufen oder beratenden Tätigkeiten der Fall sein.

    Namen prüfen beim DPMA

    Dein Einzelunternehmen kann deinen eigenen Namen tragen oder du verwendest eine andere Bezeichnung. Wichtig ist, dass der Name noch nicht existiert und daher nicht beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen ist. Prüfe das spätestens beim Ausfüllen deiner Gewerbeanmeldung, um Namensänderungen, etc. zu vermeiden.

    Startschuss Einzelunternehmen: 5 W-Fragen

    Die offizielle Anmeldung hast du geschafft! Dann kannst du deine Angebote nun präsentieren. Der erste Schritt ist dabei vor allem eine eigene Webseite. Ich habe diesen Blog zum Beispiel über ein Hosting von Siteground* eingerichtet. Damit kannst du einfach ein WordPress Konto erstellen und aus vorgefertigten Vorlagen deine Webseite „basteln“.

    Alternativ habe ich auch Erfahrung mit dem Webseiten-Baukasten von WIX. Das Ergebnis kannst du dir auch direkt unter meinem Projekt Kezals ansehen. Hier ist entscheident, was du mit deiner Webseite und deinem Einzelunternehmen planst. Für einen Blog wird zum Beispiel eher WordPress empfohlen.

    Zusammen mit der digitalen Sichtbarkeit kannst du jetzt auch in weitere Unternehmensbereiche mit Reflektion zu den folgenden 5 W-Fragen einsteigen:

    • Was ist dein Angebot und kennst du dein Alleinstellungsmerkmal?
    • Wie kann deine Zielgruppe erreichen?
    • Wer ist deine Zielgruppe?
    • Welche Produkte bietest du an?
    • Und zu welchen Preisen?

    Diese Fragen bilden die grobe Grundlage für deinen Business Plan. Auf der Gründungsplattform kannst du dir deinen Plan kostenlos erstellen, um einen Überblick über dein Unternehmen zu erhalten.

    Meldung beim Finanzamt

    Nach Versand deiner Gewerbeanmeldung wird das zuständige Finanzamt automatisch informiert. Du wirst postalisch dazu aufgefordert, den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ auszufüllen. Erst nach Versand und Bearbeitung durch dein Finanzamt kann eine Steuernummer vergeben werden. Dieser Prozess kann sich je nach Standort über einige Wochen hinziehen. Daher ist es auch möglich, dass du einfach per Eigeninitiative und ohne Briefeingang beim Finanzamt anrufst und nach dem Status Quo fragst. Prüfe am Besten zusammen mit deinem Wohnsitz, welches Finanzamt für dich verantwortlich ist. So erhältst du direkt die passende Telefon-Nummer und kannst das ganze Prozedere bestimmt beschleunigen.

    Registrierung bei ELSTER

    Sobald du dein eigenes Einzelunternehmen startest, ist die Registrierung bei ELSTER ein Muss. Dadurh kannst du digital deine Formulare einreichen und bist standortunabhängig. Für den Start benötigst du eine sog. „Zertifikatsdatei“, die du über verschiedene Wege beantragen kannst. Ich habe bisher immer die Freischaltung „per Post“ ausgewählt. Für dein Einzelunternehmen sind die Vorteile, dass keine Kosten entstehen und das Vorgehen innerhalb von einigen Tagen abgeschlossen ist.

    Steuer-Nummer und Umsatzsteuer-ID

    Je nachdem, was du für ein Projekt hast, erhältst du eine oder mehrere Steuernummern. Das hängt von deiner Meldung beim Finanzamt ab und die Nummern werden dir per Post zugesandt.

    Buchhaltung

    Mit dem eigenen Unternehmen hast du nun auch bestimmte Pflichten. Hierzu zählt die Buchhaltung und die sog. „Einnahmenüberschüssrechnung“ (=EÜR). Sobald du in diese Kategorien fällst, brauchst du die EÜR:

    • Kleingewerbe
    • Gewerbetreibende mit weniger als 600.000 EUR Umsatz und weniger als 60.000 EUR Gewinn pro Jahr

    Gerade am Anfang reicht dafür eine Excel-Tabelle aus. Sobald du Rechnungen bezahlst und Einnahmen erhältst, helfen kostengünstige Buchhaltungsprogramme. Alternativ habe ich wirklich super Erfahrungen mit

    Mit deren Buchhaltungs-Software kannst du „entspannt“ arbeiten und sämtliche Vorgänge digital einstellen. Je nach gewünschter Verknüpfung, kannst du Vorgänge damit vor allem automatisieren.

    Einnahmen erzielen

    Dein Ziel sind eigene Einnahmen mit deinem Einzelunternehmen oder? Damit du Einnahmen und Ausgaben übersichtlich erfassen kannst, trenne am Besten von Anfang an sämtliche Zahlungsströme. Das geht mit einem eigenen sog. „Geschäftskonto“. Wichtig ist eine eigene IBAN und Karte, damit du bei deiner Buchhaltung nicht durcheinander kommst. So ist auch am Ende des Jahres die Steuer-Erfassung wesentlich einfacher.

    Tipps für Einzelunternehmer:Innen

    Nach stundenlanger Recherche habe ich festgestellt, dass einige (wenige) Seiten für den Start mit eigenem Einzelunternehmen am Wichtigsten sind. Daher zeige ich dir hier Tipps deiner Gründung und den Einstieg in die Unternehmerwelt!

    Mindset

    Als Einzelunternehmer:In hast du ganz andere Aufgabenbereiche als in deinem Angestellten-Job. Daher ist es elementar, dass du dich und dein Mindset weiterentwickelst. Durch dein eigenes Lernen und neue Erfahrungen kannst du auch dein Unternehmen beeinflussen und letzendlich (mehr) Einnahmen erzielen. Im Beitrag über deine persönliche Weiterentwicklung findest du eine Übersicht mit Buch-Tipps, die mir bisher sehr weitergeholfen haben. Da ich mich selbst ständig weiterbilde und viel lese, passe ich die Liste auch immer weiter an.

    Passend zum Thema „Einzelunternehmen“ kann ich dir das Buch Solopreneur* empfehlen, um dich mit dem neuen Mindset vertrau zu machen.

    Struktur mit der Gründerplattform

    Gerade in Deutschland gibt es wirklich viele (kostenfreie) Informationen rund um das Thema der Gründung. Allerdings habe ich nicht so viele Webseiten gefunden, die wirklich alle Bereiche abdecken und mir Klarheit verschaffen (anstatt noch mehr Fragezeichen). Auf der Seite der Gründerplattform wirst du wirklich Schritt-für-Schritt durch den Prozess der Gründung geführt. Das ganze ist kostenlos und du kannst sogar direkten Kontakt und persönlichen Austausch suchen.

    (Digitale) Veranstaltungen besuchen

    Sobald du dich zu einem bestimmten Thema informieren möchtest, gibt es (fast) immer eine passende Industrie- und Handelskammer (IHK) mit kostenfreiem Angebot. Dabei muss die IHK gar nicht unbedingt in deiner Stadt sein. Hier findest du als Beispiel die Veranstaltungssuche der IHK Köln. Nutze einfach als Einzelunternehmen Vorteile der vorhandenen Angebote.

    Austausch und Netzwerken

    Dieser Tipp hängt total von dir und deiner Persönlichkeit ab. Für mich ist der Austausch mit Gleichgesinnten immer bereichernd und gerade mit deinem eigenen Unternehmen wirst du ständig auf neue Fragen stoßen. Du kannst zum Beispiel bei Co-Working Anbietern nach dem Austausch mit anderen Unternehmer:Innen schauen.

    Fazit: Meine Gründe für ein Einzelunternehmen

    Ich wünsche mir wiklich, dass sich mehr Menschen die eigene Gründung zutrauen! Das Leben mit Einzelunternehmen hat wirklich viele Vorteile, wenn du dich dazu traust. Du wirst bestimmt auch Fehler machen (so wie Jeder) und immer wieder Lernen. Nach meiner Erfahrung ist die Lernkurve mit eigenem Unternehmen sehr viel größer (und schneller) als in einem Angestellten-Job. Gerade wenn dir Freiheit wichtig ist, kannst du mit deinem Einzelunternehmen selbst über deine Zeit und deinen Arbeitsort bestimmen. Hast du bereits gegründet und wenn ja – WARUM?

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